solvimus on tour – Service-Einsatz Arkaden

Wir erhalten immer wieder Anfragen durch Kundenprojekte, in denen verbaute wM-Bus Zähler in einer Liegenschaft flächendeckend und zuverlässig zu Energiemanagement- oder Energiemonitoringzwecken erfasst und verarbeitet werden sollen. Doch wie genau erreicht man eine flächendeckende Erfassung? Welche Technik wird benötigt? Wo genau soll die Technik verbaut werden?
In diesem Blogbeitrag zeige ich, wie wir genau dieses Ziel mit unseren Kunden erreichen.

Generell möchte ich zur kurzen Einleitung und zum generellen Verständnis erwähnen, wie der wM‑Bus funktioniert und wie er sich vom M-Bus unterscheidet.
Jeder der den M-Bus kennt, weiß, dass es in einem M-Bus-Netzwerk nur einen M-Bus Master geben kann. An diesem werden alle Zähler angeschlossen. Dieser M-Bus Master versorgt die Zähler über eine Zwei-Draht-Leitung mit Energie, steuert die Kommunikation und erfasst Zählerdaten. Hierbei dürfen angebundene Zähler nur Daten auf Anfrage des Masters senden.

Beim wM-Bus sieht das anders aus. Hierbei gibt es keine physische Verbindung zwischen Sender (Zähler) und Empfänger. Außerdem findet keine direkte Kommunikation zwischen Sender und Empfänger statt. Der Zähler sendet über sein wM-Bus Funkmodul in einem voreingestellten Sendeintervall seine Verbrauchsdaten verschlüsselt oder unverschlüsselt auf der vor allem im europäischen Raum üblichen Frequenz 868 MHz. Abhängig von vielen Faktoren kann der Empfänger das Telegramm des Zählers empfangen und verarbeiten. Dies macht die Inbetriebnahme und Prüfung der Ausleseinfrastruktur und Empfangsgüte schwierig. Man ist immer auch auf Sendeintervalle der Zähler angewiesen und muss teilweise auch mal lang warten.

In den ersten Gesprächen klären wir mit dem Kunden die Gegebenheiten der Liegenschaft ab.
Wie viele Zähler sollen erfasst werden? Sind alle Zähler mit einem wM-Bus Modul ausgestattet? Wo befinden sich die Zähler? Ist Ethernet in der Liegenschaft vorhanden? Anhand dieser Informationen können wir grundlegend entscheiden, welche Technik wir verbauen und an welchen Positionen diese verbaut werden soll.
Um jedoch so wenig wie möglich dem Zufall zu überlassen, schlagen wir immer einen Vor-Ort-Termin vor. Hierbei erfassen wir an verschiedenen Punkten Zählerdaten über 30 – 60 Minuten mit unserer mobilen Messstation. Diese ist mit einem MUC500 W Datenkonzentrator, einem Akku und einem GPS-Empfänger ausgestattet. Somit können wir hinterher in der Analyse vergleichen an welchem Standort wir die meisten Zähler mit einer guten oder ausreichenden Empfangsfeldstärke (RSSI) empfangen haben. 

So viel zur Theorie, doch wie sieht das in der Praxis aus.
Hierzu habe ich ein Beispielobjekt eines Kundens herausgesucht, in welchem wir zuletzt die Zählerdatenerfassung ausschließlich per wM-Bus realisiert haben. Es handelt sich um ein großes Einkaufszentrum mit über 500 Zählern, dass sich auf 285.000 m² erstreckt. Die Zähler befinden sich ausschließlich im Erdgeschoss. Somit entfällt die Herausforderung, Zähler aus verschiedenen Etagen zu empfangen. Nach dem Vor-Ort-Termin und der daraus folgenden Analyse haben wir folgende Technik empfohlen: 

  • 7x MUC-Datensammler
    bestehend aus einem Verteilerkasten mit 24 VDC-Netzteil, MUC500 W und einer Antenne für die Wandmontage.
  • 13x wM-Bus Repeater 

In Absprache mit dem Kunden haben wir nun die Punkte definiert, an denen die Technik verbaut werden soll.
Die Installation der Technik hat der Kunde selbst durchgeführt. 

solvimus MUC Datensammler

solvimus MUC-Datensammler

Technikraum und Antenne für die Wandmontage

Technikraum und Antenne für die Wandmontage

An den grünen Punkten wurden die wM-Bus Repeater und an den türkisenen Punkten die MUC-Datensammler installiert.

Lageplan Arkaden

In einem gesonderten Vor-Ort-Termin nahmen wir zunächst alle Geräte in Betrieb. Danach haben wir in stündlichen Abständen die Liste der empfangenen Zähler per Excel mit der Zählerliste des Kunden abgeglichen.
Nach einiger Zeit konnten nahezu alle Zähler mindestens einmal empfangen werden!

Einige wenige fehlende Zähler haben wir mit dem Kunden am Einbauort geprüft. Es hat sich herausgestellt, dass an diesen Zählern kein wM-Bus-Modul vorhanden war. Somit kann der Kunde die Module nachbestellen und später prüfen, ob diese empfangen werden.

Zum Abschluss wurde der Datenversand in das entsprechende Energiemanagementsystem konfiguriert und getestet.

Unser Fazit:
„Eine gute Planung ist das halbe Leben.“

Das hat die Erfahrung aus diesem Projekt mal wieder bestätigt. Der Vor-Ort-Einsatz und die daraus folgende Planung haben uns den eigentlichen Inbetriebnahme-Einsatz erheblich erleichtert.
Deshalb können wir an der Stelle nur empfehlen Projekte mit wM-Bus als Zähler-Schnittstelle gut zu planen.

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