Blog Lesezeit: 5 Min. Tags:  Bier ,   Brauen ,   Hopfen ,   Malz ,   Gerste ,   Kochen ,   Workshop

Der BieRoman - Kapitel 1: Premierenfieber

Ein letzter warmer Sommertag ist angekündigt. Für heute sind nochmal an die 30 Grad vorhergesagt. Während manche etwas Abkühlung herbeisehnen ist es für andere Zeit Abschied von warmen Temperaturen zu nehmen.

Im Hause solvimus ist es heute ungleich wärmer. Als ob der Sommer mitmachen wollen würde. Es herrscht rege Betriebsamkeit auf den Gängen: Kisten werden gepackt und ausgepackt, Boten geben sich die Klinke in die Hand.

Unter den Kisten sind nicht nur die üblichen Versandkartons zu finden. An zentraler Stelle werden Gerätschaften ausgepackt, die Cafeteria gleicht einem kleinen Labor. Ein Mann mit einer Schürze verbindet diverse Schläuche und Geräte miteinander. Einer der Boten hält inne und beäugt das Treiben. Ihn verwirren die ungewöhnlichen Bilder im Haus. Was passiert hier? Doch für einen intensiveren Blick fehlt ihm die Zeit.

Bierbrau-Workshop bei solvimus
Bierbrau-Workshop bei solvimus

  

Auf einmal steht das gesamte Team der solvimus um die Gerätschaften. Es wird getuschelt und geguckt. Leise hört man Wortfetzen. I-P-A. Indian Pale Ale. Darum geht es heute! Es wird ein Bier gebraut. Während die einen das Rezept studieren, beginnen andere die Gerätschaften anzuschalten und Wasser einzufüllen. In das erwärmte Wasser wird nun auch die Gerste eingefüllt. Ein Geruch von Malz, Zucker und Brot erfüllt den Raum. An Bier ist dabei nicht zu denken. Ob das was wird?

Die Maschinerie tut nun ihr Werk. Kontinuierlich läuft die Pumpe um die Maische umzuwälzen. Es ist nun Zeit, wieder der gewöhnlichen Arbeit nachzugehen. Eine gute Stunde später ist die Cafeteria erneut Treffpunkt für das Team der solvimus. Der zweite Arbeitsschritt steht an. Während die Kirchturmglocke läutet, wird hier geläutert. Mit großem Kraftaufwand wird der Treber aus der Maische gehoben und gespült.

Bierbrau-Workshop bei solvimus
Bierbrau-Workshop bei solvimus

Es herrscht Premierenfieber im Hause solvimus: das erste Mal wird ein Bier gebraut. Und dann beginnt das Hopfenkochen. Es wird nun noch wärmer. Sowohl draußen als auch drin.

Während die Bitterstoffe im heißen Dampf den Raum durchströmen und sich langsam ein bierartiger Geruch breit macht, erklingen englische Phrasen. Indian Pale Ale? Es mutet nicht nach Bierbrauen an, eher wie ein Klassenzimmer. Und es geht auch nicht um das Bier. In den 90 Minuten des Hopfenkochens wird ausschließlich englisch geredet. Ein Lehrer hat das Team fest in seinem Bann. Sollte Englisch für ein richtiges Brauerlebnis eines Indian Pale Ales notwendig sein? Nein, bestimmt nicht. Aber da fallen einem die Kartons mit den Export-Aufklebern im Warenausgang wieder ein. Dafür scheint es wichtig zu sein. Vokabeln werden erörtert und Formulierungen geprüft.

Die Aha-Erlebnisse werden dann schneller als erwartet von der Glocke des Bierkochers beendet. Es gilt nun die entstandene Würze zu kühlen und auch die Gerätschaften stückweise zu reinigen. Schnell sind die Aufgaben verteilt und das Treiben wird emsig. Alsbald ist es an der Zeit, die Würze in einen großen Gärbehälter zu geben, in welchem die Flüssigkeit nun etwa 3 Wochen verbleibt. Der Behälter füllt sich langsam und man kann sich nun schon von der Bernsteinfarbe überzeugen. Erste Probeschlucke des bitter-süßen Zuckerwassers werden genommen. Vom Bier ist man noch weit entfernt.

Gärbehälter

Ein letztes Mal wird eine Zutat eingefüllt. Die Hefe soll nun die Gärung des Bieres durchführen. Während im Gärbehälter erste Blasen auftauchen, kehrt in der Cafeteria langsam Ruhe ein. Letzte Reinigungsarbeiten werden gemeinsam erledigt, bevor das Team wieder auseinandergeht, um den normalen Tätigkeiten nachzukommen.

Mittlerweile hat es sich nun auch draußen abgekühlt. Es regnet. Der Sommer ist scheinbar gegangen. Drinnen geht noch niemand. Erst muss noch die übliche Arbeit getan werden. Und auf dem Nachhauseweg stellt sich die Frage nach der Fortsetzung. In drei Wochen wird es weiter gehen…

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