Durch Sicherheit zu mehr Fahrspaß – Unser ADAC Fahrsicherheitstraining

Ein Teamevent der anderen Art und ganz viel Fahrspaß erwartete uns im ADAC Fahrsicherheitszentrum in Nohra, welches zu einem der zwei größten und modernsten Zentren Europas gehört.
Wir hatten das Pkw-Intensiv-Training gebucht.

Bevor es aber los ging (besser gesagt: fuhr), mussten wir erst noch den theoretischen Teil inklusive Vorstellungsrunde absolvieren. Hier ging es vorrangig um die Vorstellung unserer Autos und ihrer Fahrerassistenzsysteme sowie unserer Fahrerfahrungen. Und wir durften noch unsere Erwartungen sowie Wünsche an das Training äußern. Für die einen war es das erste Mal, für andere das zweite, dritte oder achte Training dieser oder ähnlicher Art. Und so hatte jeder seine ganz eigenen Vorstellungen und Wünsche für den Tag: den Tag heil überstehen, sein Auto besser kennenlernen, richtige Reaktionen trainieren oder die eigenen sowie die Grenzen des Autos austesten.

Nach der erfolgreichen abgeschlossenen Theorie konnten wir zur Praxis übergehen. Jeder stieg in sein Auto und los ging es auf die Piste. Die Verständigung mit dem Trainer folgte einseitig über einen Trainer-Sprechfunk.
Zum Warmfahren fuhren wir in den Slalomparcours – mit 30, 40 und 50 km. Die Pylonen blieben fast immer stehen. Soweit so gut. Das war ja auch noch nicht ganz so schwer. Aber unser routinierter Trainer mit seinen Adleraugen sah, dass nicht jeder perfekt im Sitz saß oder die Hände richtig am Lenkrad hatte und somit die Lenktechnik nicht optimal war. Also hieß das nächste Ziel, an die Seite fahren und Sitzposition erst mal richtig einstellen.
Gesagt, getan. Mit neuer Sitzposition und verbesserter Lenktechnik fuhren wir noch ein paar Runden Slalom. Diesmal blieben alle Pylonen stehen.  

Dann ging es auf zur nächsten Disziplin: Gefahrenbremsung. Hier konnten wir mal richtig in die Eisen gehen.
Wir übten, was man sonst nie übt: eine Vollbremsung aus unterschiedlichen Geschwindigkeiten auf trockener, nasser und glatter Fahrbahnoberfläche. Und wir schätzten Bremswege und Reaktionszeiten. Ganz aufgeregt warteten wir, bis die nächste Wasserfontäne kam, damit wir blitzschnell reagieren und ausweichen konnten. Hier konnte man auch gut sehen, was gute Reifen ausmachen und natürlich den Unterschied zwischen Sommer- und Winterreifen erkennen.

Weiter ging es zum Kurvenfahren und Fliehkräfte erleben. Hier hatten einige Kollegen und Kolleginnen besonders viel Spaß. Die einen konnten nicht genug Tempo bekommen, andere fuhren eher verhalten im Kreisverkehr. Nach einigen Anweisungen vom Trainer versuchten wir verschiedene Techniken und drehten so unsere Runden in der Kreisbahn. Wer wollte, durfte auch sein ESP ausschalten.

Beim nächsten Training, dem Ausweichen vor Hindernissen, übten wir, wie man plötzlich auftauchenden Wasserhindernissen ausweicht und simulierte Gefahrensituationen mit einem gezielten Lenkmanöver bewältigt. Hier ist eine optimale Blickführung in Kombination mit dem Lenken wichtig.

Das letzte, spektakulärste Trainingsmodul lässt sich in zwei Worten beschreiben: Heck weg. 
Beim Überfahren der hydraulischen Dynamikplatte bekommt das Auto einen seitlichen Kick, so dass es nach rechts oder links ausbricht und der Fahrer es ausgleichen muss. Dies kann z. B. bei einem geplatzten Reifen oder zu schnellem Spurwechsel passieren. Unsere Übung bestand darin, unsere Autos gekonnt abzufangen.
Nach dem ersten Schreck und einigen Drehungen gewannen wir zunehmend an Sicherheit und bemerkten, dass wir mit Übung und schnellem Gegenlenken die Situation durchaus meistern konnten. So schaffte es jeder, sein Auto nach mehrmaligem Üben abzufangen. Vor allem, wenn der Fahrer vom ESP unterstützt wird.

Zu guter Letzt folgte eine Abschlussaufgabe, die vor allem bei den Frauen für schreckhafte Gesichter sorgte: Slalom rückwärtsfahren. Für manche Frauen schon eine große Herausforderung. Aber da wir meistens nicht geradeaus rückwärtsfahren können, sollte Slalom im Bereich des Möglichen liegen. Und siehe da, es hat besser geklappt als gedacht.

Dann waren unsere praktischen Fahrübungen auch leider schon vorbei. Für diejenigen, die sich mehr zutrauen, gibt es fortführende Trainingskurse mit mehr Geschwindigkeit und brenzligeren Situationen bzw. Gefahren.
Uns reichte unsere heutige Einheit. Wir machten Vollbremsungen auf rutschiger Fahrbahn, wichen Hindernissen in Form von Wasserfontänen aus, fingen ein ausgebrochenes Heck ab, drehten uns im Kreis und schleuderten über die Fahrbahn. Das war erst mal genug Adrenalin, was durch unsere Blutbahnen floss. Unser Trainer ging auf unsere Bedürfnisse ein, wertete unsere Fahrmanöver ohne erhobenen Zeigefinger mit uns gemeinsam aus und hatte immer einen lustigen Spruch auf den Lippen.

Gruppenfoto-ADAC Training-solvimus Blog

Nach einem kurzen Abschlussgespräch inklusiver Feedbackrunde machten wir uns alle auf den Heimweg, in der Hoffnung unser heute Erlerntes nicht anwenden zu müssen.

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