Von der Uni ins Unternehmentum – warum drei Studenten ein technologisches Industrieunternehmen gründeten (Teil 2)

In unserer Mini-Serie haben wir die drei Geschäftsführer der solvimus GmbH interviewt.
Im ersten Teil gab uns Thomas Brand bereits einen kleinen Einblick in die Gründungsgeschichte und verriet, wieso die Gründung eines eigenen Unternehmens der absolut richtige Schritt war. Im zweiten Teil beantwortet Remo Reichel, einer der zwei technischen Geschäftsführer, unsere Fragen zur Gründung aus seiner Sicht.

 

Wie entstand der Gedanke schon während des Studiums zu gründen?

Nun die ominöse Skatrunde wurde ja schon erwähnt. Tatsächlich hat uns Thomas dort, mit der Idee zu gründen, überrascht. Ich hatte mich vorab nicht wirklich damit befasst, aber auch mir hat das Praxissemester gezeigt, dass ich kreativ im technischen Bereich tätig sein möchte. Besonders technische Entwicklungen haben es mir dabei angetan. Das waren dann auch die ausschlaggebenden Argumente für mich – kreativ, frei und selbstständig zu arbeiten.

 

Welche Hürden gab es?

Am schwierigsten empfand ich, ohne Geschäftskontakte und mit wenig Erfahrung aus der Uni heraus einen Kundenstamm aufzubauen. Es war nicht einfach, „Business-Menschen“ davon zu überzeugen, dass Studierende die bessere Lösung anbieten können. Hinzu kam, dass wir noch wenig Erfahrung von den verschiedenen Märkten hatten.  
Als Studenten haben wir jedoch zunächst erst einmal nebenbei gearbeitet. Wir hatten wenig Risiko, kaum Verantwortung zu tragen und konnten uns so ausprobieren und experimentieren, ohne dass viel schiefgehen konnte.

 

Die ersten Angestellten – was für ein Gefühl war das?

Zunächst ein interessantes. Es war natürlich Neuland, denn plötzlich kam auch eine viel größere Verantwortung auf uns zu. Die Rollen veränderten sich. Auch Entscheidungen mussten wir ab da an anders treffen als zuvor und vor allem nach innen kommunizieren. Es ging nicht mehr nur um unser eigenes Risiko als Unternehmer, wir trugen plötzlich Verantwortung für andere Menschen in unserem Unternehmen. Und wir mussten von nun an unsere Mitarbeiter mitnehmen, also in unsere Entscheidungsfindung einweihen. Ein gesunder Respekt untereinander gehört dazu.

 

Die Gründung aus heutiger Sicht – nochmal genauso oder vielleicht gar nicht?

Gar nicht würde ich in keinem Fall sagen. Im Grunde eigentlich schon genauso. Ich bin ein Freund davon, die Dinge lieber zu machen als nur darüber zu reden. Sicher weiß man aus heutiger Sicht mehr und könnte einiges anders machen, aber das gehört für mich zum Prozess. Ich denke lieber nach vorn.

 

Was treibt das Team von solvimus an?

Wir haben das große Glück, hoch motivierte Mitarbeiter zu haben, die das große Ganze gemeinsam mit uns verfolgen. Für uns ist es auch wichtig, dass wir unsere Gedanken mit dem Team teilen, da sich die Kompetenzen des Einzelnen durch alle anderen ergänzen. Kommunikation ist bei uns generell sehr wichtig. Es mag nach einer Phrase klingen, aber Entscheidungswege sind kurz und einfach.

Diese starke Motivation und das gute Zusammenspiel unserer Mitarbeiter versuchen wir zu unterstützen und wollen durch regelmäßige Events, oder z.B. auch Sportkurse während der Arbeit, auch etwas an unsere Mitarbeiter zurückzugeben.

 

Ganz persönlich – was macht solvimus zu etwas Besonderem?

Als allererstes ist für mich das eigene Unternehmen aufzubauen, von Null an, etwas ganz Besonderes. Mich macht außerdem stolz, dass wir diese Entstehung eines stabilen Unternehmens fast ohne größere Hilfe geschafft haben.

Was solvimus in der täglichen Arbeit so besonders für mich macht? Ich kann Beruf und mein technisches Interesse perfekt miteinander verbinden. Durch meine Tätigkeit habe ich die Möglichkeit, Trends tatsächlich mitzugestalten, kreativ sein zu dürfen, Dinge neu zu durchdenken oder anzugehen.

 

Was braucht ein Gründer aus Ihrer Sicht für eine erfolgreiche Unternehmensgründung?

Ich denke Mut und Durchhaltevermögen sind durchaus wichtig. Nicht immer läuft alles nach Plan und ab und an muss man schnell auch schwierigere Entscheidungen treffen. Zudem ist ein gewisses Gespür für Menschen und Märkte wichtig. Mir persönlich war die Unterstützung von Familie und Freunden ein weiterer wichtiger Rückhalt.

 

Was würden Sie jungen Gründern oder Studierenden, die gründen wollen, mitgeben?

Ich finde es wichtig sich nicht nur auf die reine Technologie zu versteifen. In der realen Praxis ist der Stand in der Technologie oft viel weiter, als man an der Uni denkt.
Dann in jedem Fall ein gesunder Pragmatismus: was ist denn in der Praxis der tatsächliche Bedarf und wie schaffe ich Lösungen die tatsächlich helfen, statt einfach nur ein neues, noch besseres System zu entwickeln? Was aber sowohl an der Uni als auch im Berufsleben und besonders als Gründer nicht fehlen darf, ist Durchhaltevermögen.

 

Kurzporträt:

Remo Reichel ist 41 Jahre alt, ist sportbegeistert und in seiner freien Zeit gern Outdoor unterwegs. Wenn es nicht um Sport geht, dann um Technik, denn neueste technische Entwicklungen und das Streben nach Neuem treiben ihn an. Das weiß auch das Team bei solvimus, wenn er mit den Kollegen die passende Lösung für den Kunden entwickelt.

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